[JMJ 97 - Le Cyberjournal]

36 Kilometer Menschenkette, für den Frieden


Samstag morgen bilden ca. 600.000 Jugendliche aus aller Welt eine Menschenkette um die ganze Stadt Paris herum. Um Punkt 10.50 Uhr eineinhalb Minuten Schweigen für den Frieden.



MONATE der Vorbereitung, eine ganze Nacht für die Generalprobe, all dies für eine Minute in Gemeinschaft. Eine Minute in Gemeinschaft für einen universalen Frieden. Dies ist der Sinn gewesen der 36 Kilometer langen Menschenkette auf dem Boulevard des Maréchaux rund m Paris herum. Eine Sehnsucht nach Frieden, die sich bis in die letzten Details der Organsation ausgewirkt hat, wie es auch ein mit der Sicherheit betrauter "Wächter des Friedens" (Gardien de la Paix) bestätigt: "Während der ganzen Woche haben wir keinerlei Probleme gehabt, es handelt sich bei unseren Pilgern um sehr disziplinierte und gut organisierte Jugendliche." Die den Gruppenverantantwortlichen vorgegebenen Regeln sind allesamt beachtet woden, sodass alles reibungslos klappen konnte. Gesänge, Trommeln, Flöten, alles als Zeichen des Friedens. Mit ihrer Präsenz bei dieser Initiative antworten die Pilger der Einladung der Messe am Morgen: "Im Namen Jesu Christi: Gehet hin in Frieden!" Mit der Ode an die Freude von Beethoven und der Schweigeminute für den Frieden in der Welt bereiten die Jugendlichen in gewisser Weise das Zeichen der Versöhnung schlechthin in der Messe am Sonntag in Longchamp vor: den Friedensgruss, "Gebt euch ein Zeichen des Friedens!"

Dieser Vormittag ist minutiös vorbereitet gewesen, so wie schon das ganze Weltjugendtreffen. An diesem Vormittag geht von 600.000 Jugendlichen eine Botschaft des Friedens aus. Aus Rumänien ist eine Gruppe gekommen, die von der "Communeauté Saint Jean" begleitet worden ist. Aus dem Kongo ist eine Gruppe junger Glaubenschwestern gekommen, die in bewegender Weisse davon erzählen, wie zur gleichen Zeit in ihrer Heimat Bürgerkriegszustände herrschen. Aus dem Libanon ist eine Gruppe von 150 Jugendlichen anwesend. "Dass wir hier sind, bedeutet, dass die Christen im Libanon auch weiterhin sein werden, trotz und wegen aller Schwierigkeiten. "Ich bin glücklich, hier sein zu können, sagt Rafat aus Ägypten, aber ich bin traurig, dass wir aus unserer Diözese nur zu zwei sind. Ich hoffe, dass wir das nächste Mal zahlreicher sind."

Jérôme, der an den Rollstuhl gefesselt ist, will auf diese Weise ein Zeichen des Friedens und der Öffnung zur Welt hin setzen, der Offenheit, die Grezen überwindet zur Hoffnung hin." Von der Menschenkette sagt er, "das kann nur ein Anfang sein, ein Anfang, der vor Ort und ganz konkret weiter geführt werden muss."

Max Cappabianca